Kein Witz gefunden.
Meyer, ein einsamer Witwer, spaziert die Golders Green Road in London entlang und wünscht sich sehnlichst etwas Freude in seinem Leben. Als er an einer Tierhandlung vorbeikommt, hört er plötzlich eine krächzende Stimme auf Jiddisch rufen:
„Krrraaa... wus machst du... ja, du da draußen... stehst da rum wie a Putzel... he?“
Meyer traut seinen Ohren nicht. Im selben Moment kommt der Ladeninhaber heraus, packt Meyer am Ärmel und ruft: „Kommen Sie rein, das müssen Sie sich ansehen!“
Drinnen steht Meyer vor einem prächtigen afrikanischen Graupapagei. Der Vogel legt den Kopf schief und fragt: „Wus? Kenst redn Jiddisch?“
Meyer wendet sich begeistert an den Händler: „Der Vogel spricht Jiddisch?!“
„Wus denn sonst? Chinesisch vielleicht?“, entgegnet der Händler.
Innerhalb von Minuten stellt Meyer einen Scheck über 500 Pfund aus und nimmt den Papagei mit nach Hause. Die ganze Nacht unterhalten sich die beiden auf Jiddisch. Meyer erzählt von der koscheren Metzgerei seines Vaters, von seiner Jugend, seiner Familie in Israel und seiner verstorbenen Frau. Der Papagei lauscht andächtig, teilt sich Nüsse und Rosinen mit Meyer und schimpft über das Leben im Tierladen.
Am nächsten Morgen legt Meyer seine Tefillin (Gebetsriemen) an und beginnt zu beten. Der Papagei will sofort wissen, was das ist – und als Meyer es erklärt, will der Vogel unbedingt dasselbe tun. Also besorgt Meyer ein maßgefertigtes Miniatur-Tefillin für den Papagei. Der Vogel lernt mit Feuereifer zu dawnen (beten), lernt jedes hebräische Gebet auswendig und studiert mit Meyer die Tora. Meyer liebt den Papagei über alles – er hat einen echten Freund und treuen Glaubensbruder gefunden.
An Rosch Haschana zieht sich Meyer festlich an, um in die Synagoge zu gehen. Der Papagei verlangt lautstark, mitzukommen. Meyer erklärt, dass eine Schul kein Ort für einen Vogel sei, aber der Papagei argumentiert so stichhaltig, dass Meyer ihn schließlich auf der Schulter mitnimmt.
In der Synagoge ist die Aufregung natürlich riesig. Zunächst weigern sich Rabbiner und Kantor strikt, an den Hohen Feiertagen ein Tier im Betsaal zu dulden. Doch Meyer schwört feierlich, dass der Vogel perfekt dawnen könne. Es kommt, wie es kommen muss: In der Gemeinde werden eifrig Wetten abgeschlossen. Tausende Pfund werden dagegen gewettet, dass der Vogel hebräisch beten kann.
Während des gesamten Gottesdienstes sind alle Augen auf den Papagei gerichtet. Gebet um Gebet verstreicht – doch der Vogel sitzt stumm auf Meyers Schulter und gibt keinen einzigen Mucks von sich. Meyer wird panisch, tippt verzweifelt an seine Schulter und flüstert: „Dafke, dawn! Los, alle schauen auf dich! Dawn!“
Nichts. Kein Ton.
Nach dem Gottesdienst hat Meyer über 4.000 Pfund an Wettschulden verloren. Wutentbrannt und schweigend stapft er nach Hause. Erst einige Straßen von der Synagoge entfernt fängt der Vogel plötzlich fröhlich an, ein altes jiddisches Lied zu trällern.
Meyer bleibt fassungslos stehen und schreit den Vogel an: „Du elender Vogel! Du hast mich über viertausend Pfund gekostet! Warum hast du geschwiegen?! Ich habe dir Tefillin gekauft, dir die Gebete und die Tora beigebracht, du hast gebettelt, an Rosch Haschana mitzukommen – warum hast du mir das angetan?!“
Der Papagei schaut Meyer an, schüttelt den Kopf und sagt: „Sei doch kein Schmock, Meyer... An Jom Kippur stehen die Wettquoten viel besser!“
Meyer, a lonely widower, was walking home along Golders Green Road one day, wishing something wonderful would happen in his life, when he passed a pet store and heard a squawking voice shouting in Yiddish:
"Quawwwwk... vus machst du... yeah, you... standing outside like a putzel... eh?"
Meyer couldn't believe his ears. Suddenly, the shop owner came out, grabbed Meyer by the sleeve, and said, "Come inside and check out this parrot..."
Meyer was soon standing in front of an African Grey. The parrot cocked his little head and said, "Vus? Kenst reddin Yiddish?"
Meyer turned excitedly to the owner, "He speaks Yiddish?!"
"Vuh den? Chinese maybe?"
In a matter of moments, Meyer wrote out a cheque for £500 and carried the parrot home. All night they talked in Yiddish. Meyer told him about his father's kosher butcher shop, his youth, his family in Israel, and his late wife. The parrot listened, commented, and shared nuts and raisins with Meyer.
The next morning, Meyer put on his tefillin and began his morning prayers. The parrot demanded to know what he was doing, and when Meyer explained, the parrot wanted to do likewise. So Meyer bought a miniature hand-made set of tefillin for the bird. The parrot learned to daven, learned every prayer, and studied the Torah with Meyer. Meyer came to love the parrot as a true friend and fellow Jew.
On Rosh Hashanah, Meyer was getting dressed to leave when the parrot begged to come along. Meyer explained that Shul was no place for a bird, but the parrot made such a passionate argument that Meyer carried him in on his shoulder.
Needless to say, it caused quite a sensation. The Rabbi and Cantor initially refused to let a bird into the High Holy Day services, but Meyer swore the parrot could daven. Bets began to spread among the congregation: thousands of pounds were bet that the parrot could not daven or speak Hebrew.
During the service, all eyes were on the bird. Prayer after prayer passed, but the parrot remained completely silent on Meyer's shoulder. Meyer grew desperate, tapping his shoulder and whispering, "Daven! Please, everyone is looking, daven!"
Nothing. Not a peep.
After the service, Meyer realized he owed over four thousand pounds in lost bets. Furious, he marched home in silence. Finally, several streets away from the Shul, the bird cheerfully began to sing an old Yiddish melody.
Meyer stopped, looked at the bird, and exploded: "You miserable bird! You just cost me over four thousand pounds! Why?! After I bought you tefillin, taught you the prayers, and taught you the Torah... why did you do this to me?!"
The parrot replied, "Don't be a schmuck, Meyer. The odds will be much better on Yom Kippur!"
